Project Results & Outputs

SUMMARY FOR THE GENERAL PUBLIC

Cities are increasingly facing the difficult task of providing their residents with a high-quality living environment while at the same time responding to the increasing demand for housing in a sustainable urban environment. Temporary housing solutions represent one possible approach to quickly increase residential densification by adapting areas often not considered in conventional residential housing. However, this is currently a little investigated and discussed topic in strategic urban development.
In this interdisciplinary research project, framework conditions and specific concepts for
sustainable temporary housing solutions were developed and analysed as a basis for
integration into future urban planning strategies. Such temporary solutions should be able to be easily and quickly implemented into temporarily unused spaces of an urban environment.
In addition, they should be of high quality and largely oriented towards the requirements of
ecological and social sustainability and be affordable. The research in this project
consequently focused on the three elements: people, area, and housing type.
The starting point was a comprehensive literature research on international temporary housing examples from which a data pool of more than 100 examples was collected. Subsequently, basic characteristics and principles regarding the three research elements were derived.
Based on this, specific user profiles for temporary housing needs were created, area and
housing types were systematised and these were put into context in the form of six scenarios for the city of Vienna. The scenarios include housing models for urban vacant lots, empty factory buildings and inner-city retail premises as well as water areas and disused railway tracks. Temporary alternative housings, which can be placed at short notice at cooler areas in the city in summer and inhabited by vulnerable groups of people for a few weeks, were also modelled for the periods of heat waves that are expected to increase in the city in the future.
A special focus was placed on the possibility of new forms of social interaction and
experimentation in order to use the temporary housing models as innovation niches.
The temporary housing models were examined for their ecological and social sustainability as well as site and technical aspects with the participation of various scientific disciplines and external stakeholders. For this purpose, a comprehensive evaluation concept was developed, which enables an interdisciplinary assessment of temporary forms of housing also for future planning projects and strategic developments. Likewise, spatial framework conditions were developed and mapped in a specially elaborated tool based on a geographical information system. Key aspects regarding environmental impacts that emerged from the assessment include the sustainable use of existing brownfield sites and the use of demountable modules and materials that allow for as many high-quality reuse cycles as possible.
So far, the topic of temporary housing solutions has hardly been addressed in strategic urban planning in Vienna. Therefore, clear organisational and legal framework conditions are needed to implement temporary housing solutions in a targeted manner and with regard to sustainable space and resource requirements in order to cover possible acute demands that may arise from unexpected and unforeseeable events. The results of the project provide a scientific and evidence based foundation to initiate this discourse and contribute to the development of strategic framework conditions for temporary housing in Vienna.

KURZFASSUNG
Städte stehen zunehmend vor der schwierigen Aufgabe, ihren Bewohner*innen ein qualitative hochwertiges Lebensumfeld zu bieten und gleichzeitig auf die zunehmende Nachfrage nach Wohnraum in einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu reagieren. Einen möglichen Ansatz, um die Wohndichte kurzfristig zu erhöhen und Restflächen zu nutzen, stellen temporäre Wohnformen dar. Dies ist aber bislang ein kaum untersuchtes und diskutiertes Thema in der strategischen Stadtentwicklung.
In diesem interdisziplinären Forschungsprojekt wurden Rahmenbedingungen und konkrete
Konzepte für nachhaltige temporäre Wohnlösungen als Grundlage für die Integration in die
zukünftige Stadtplanung entwickelt und analysiert. Solche temporären Lösungen sollen
einfach und rasch in zwischenzeitlich ungenutzte Räume einer städtischen Umgebung
eingefügt werden können. Zudem sollen sie von hoher Qualität sein und sich weitgehend an den Anforderungen einer ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit orientieren und leistbar sein. Im Mittelpunkt dieser Forschung standen demnach die drei Elemente Mensch, Raum und Behausungsform.
Als Ausgangspunkt diente eine umfassende Recherche zu internationalen, temporären
Wohnbeispielen aus dem ein Datenpool von über 100 Beispielen aufgebaut und daraus
grundlegende Merkmale und Prinzipien hinsichtlich der drei Forschungselemente abgeleitet wurden. Darauf aufbauend wurden spezifische Nutzer*innenprofile für temporären Wohnbedarf erstellt, Flächen- und Behausungstypen systematisiert und diese in Form von sechs Szenarien für die Stadt Wien in Zusammenhang gesetzt. Die Szenarien umfassen Wohnmodelle für urbane Baulücken, leerstehende Fabriksgebäude und innerstädtische Geschäftslokale sowie Wasserflächen und stillgelegte Geleisanlagen. Auch für die in Zukunft zunehmenden Hitzeperioden in der Stadt wurden temporäre Ausweichquartiere, die auf kühleren Flächen in der Stadt im Sommer kurzfristig errichtet und von vulnerablen Personengruppen für einige Wochen bewohnt werden können, modelliert. Ein besonderer Fokus wurde auf die Möglichkeit neuer Formen der sozialen Interaktion und des Experimentierens gelegt, um die temporären Wohnmodelle auch als Innovationsnischen zu nutzen.
Die temporären Wohnmodelle wurden unter der Beteiligung verschiedener
Wissenschaftsdisziplinen und externer Stakeholder auf deren ökologische und soziale
Nachhaltigkeit sowie räumliche und technische Aspekte untersucht. Dafür wurde ein
umfassendes Bewertungskonzept entwickelt, das eine interdisziplinäre Evaluierung
temporärer Wohnformen auch für zukünftige Planungsvorhaben und strategische
Entwicklungen ermöglicht. Ebenso wurden räumliche Rahmenbedingungen in einem eigens aufgesetzten Werkzeug (basierend auf einem geographischen Informationssystem) entwickelt und abgebildet. Schlüsselaspekte hinsichtlich Umweltauswirkungen, die sich aus der Bewertung ergeben haben, inkludieren die nachhaltige Nutzung von Bestands- und
Brachflächen sowie die Verwendung von demontierbaren Modulen und Materialien, die
möglichst viele hochwertige Wiederverwendungszyklen zulassen.
Das Thema temporäres Wohnen wird in der strategischen Stadtplanung in Wien bislang noch kaum adressiert. Es bedarf daher klarer organisatorischer und rechtlicher
Rahmenbedingungen, um temporäre Wohnlösungen zielgerichtet und mit Hinblick auf einen nachhaltigen Raum- und Ressourcenbedarf umzusetzen, um mögliche akute Anforderungen, die aus unerwarteten Gegebenheiten entstehen können, abzudecken. Die Ergebnisse des Projekts liefern wissenschaftliche und faktenbasierte Grundlagen, um diesen Diskurs anzustoßen und zur Entwicklung von strategischen Rahmenbedingungen für temporäre Wohnformen in Wien beizutragen.

… coming soon …

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